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Kunst und Ingenieurbau – Säulenhalle STOA169


Bau-Kunstwerk am Fluss – Die Wandelhalle STOA169 im Sommer 2020
Foto: Bernd Schmid

Liebe Mitglieder,

unsere nächste Veranstaltung am Freitag, 23. Juli 2021, führt uns ins bayerische Oberland. Die Säulenhalle STOA169, direkt am Flussufer der Ammer gelegen, geht auf eine Initiative des Künstlers Bernd Zimmer zurück. Wir freuen uns sehr, dass er, Ideengeber und zugleich Bauherr, uns persönlich empfangen wird. Bereits 1990 hatte Bernd Zimmer die Idee, eine offene Halle mitten in der Natur zu errichten. 121 einzelne Säulen wachsen am Ende zu einer monumentalen Kunsthalle, durch die man flaniert, namhaften und noch unentdeckten Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt begegnet. Jede Säule ist ein Unikat, unter einem gemeinsamen Dach, das Ganze als Symbol für friedliches Miteinander, Solidarität und Appell, die Natur zu achten.

Die Ausführung der Säulenhalle erfolgte durch das Ingenieurbüro Dr. Gollwitzer – Dr. Linse und Partner aus München. Dr. Diethelm Linse aus dem Planungsbüro Dr. Gollwitzer und Partner wird uns die technische Seite des Kunstwerks erläutern. Hier einige technische Details vorab:

– Auf wenig tragfähigem Grund wurde eine fugenlose Bodenplatte (ca. 40×40 m) betoniert
– Stützenraster 3,90 m – je Feld eine Entwässerungsöffnung
– Betonstützen mit Kapitell
– Decken-Sonderelemente bei „Luftstützen“
– Hutförmige Abdichtung der Elementfugen
– Einzelne Kunstwerke sind „tragend“; auch hierfür wurden statische Nachweise erbracht.
 
 
Folgender Ablauf ist geplant:
 
Die Anreise erfolgt individuell (in Fahrgemeinschaften). Wir treffen uns Freitag, 23.Juli 2021, direkt an der Säulenhalle. Für die Anfahrt finden Sie unten eine Zufahrtsbeschreibung.

17:00 Uhr: Begrüßung durch Sabine Neumann (1. Vorsitzende)
                  Einführung Bernd Zimmer und Dr. Diethelm Linse (jeweils ca. 20 Minuten)
17:45 Uhr: Rundgang durch die Säulenhalle (ca. 20 Minuten)

Nach Kunst und Technik im Grünen lassen wir den Abend ab 19:00 Uhr im Biergarten ausklingen:
Alte Klosterwirtschaft Polling, Weilheimer Straße 12, 82398 Polling.

 
 
 
Anmeldung:

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 14. Juli 2021, unter unserer Mailadresse mail@aiv-muenchen.de an und teilen Sie uns mit, ob Sie mit uns den Abend im Biergarten ausklingen lassen.

Ein Hinweis, für alle, die diesen Termin nicht wahrnehmen können: Die Säulenhalle STOA169 ist täglich – Covid-Hinweise auf der Website beachten –  geöffnet, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie unter www.stoa169.com.

Bitte beachten Sie: Die STOA169 ist ausschließlich zu Fuß erreichbar. Von der Ortschaft Polling oder vom Parkplatz an der Roßlaichbrücke führt ein 10-minütiger Fußweg an der Verbindungsstraße Weilheim – Peißenberg zur Säulenhalle.

Online-Vortrag München und der Eisenbeton – Vorreiter in der Anwendung modernster Technik


Blick in die Kuppel der Anatomischen Anstalt der Ludwig-Maximilians-Universität München
Foto: Jörg Rehm

Liebe Mitglieder,

vom Hofbräuhaus zum Deutschen Museum – aus Sicht des Münchener Flaneurs ein kurzer Weg zwischen zwei markanten Bauwerken. Im Blick des Bauhistorikers eine Zeitstrecke von knapp drei Jahrzehnten, in der in München zahlreiche Hochbauten in Eisenbetonweise entstanden. Die Landeshauptstadt kann für sich in Anspruch nehmen, diejenige gewesen zu sein, in der die neue Bautechnik erprobt und in großem Maßstab ausgeführt wurde. Bereits um 1890 entstanden bedeutende Bauten in Eisenbeton.

Dr.-Ing. Jörg Rehm (TU München) erläutert in seinem Online-Vortrag, welche bautechnikgeschichtlichen Hintergründe diese Entwicklung auslösten und welche Revolution der Eisenbeton im Bauprozess auslöste. Eines von zahlreichen Beispielen, die uns Dr. Rehm vorstellen wird, ist  die „Neue anatomische Anstalt“ (s. Abb.). Zwischen 1905 und 1907 nach Plänen des Architekten Max Littmann erbaut, zählt sie zu den ersten großen Stahlbetonbauten in Deutschland. Der Vortrag von Dr. Rehm basiert auf seiner Dissertation „Eisenbeton im Hochbau bis 1918“, die er 2019 an der TUM vorlegte. Seine vielfältigen Begegnungen mit historischen Bauwerken aus bewehrtem Beton im Raum München sowie das Interesse für deren Erhalt hatten ihn zu diesem Forschungsthema geführt.

Dr.- Ing. Jörg Rehm ist Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Studiengangsleiter am Lehrstuhl für Tragwerksplanung der Technischen Universität München. Nach seiner Ausbildung zum Zimmerer und Architekturstudium an der Hochschule München arbeitete er für das Architekturstudio Fischer + Steiger. Dort befasste er sich hauptsächlich mit der Planung von Instandsetzungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden der Prinzregentenzeit. Nach einem Aufbaustudium der Denkmalpflege in Bamberg ging er zu Barthel & Maus Beratende Ingenieure in München. Seit 2014 lehrt und forscht er an der TUM.

Wir laden Sie ganz herzlich ein zur
Online-Veranstaltung am                                Dienstag, 11.05.2021, 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr

Die Veranstaltung findet über die Online-Plattform Zoom statt. Der Link ist ab 17.15 Uhr freigeschaltet. Nach dem Vortrag, der etwa 45 Minuten dauert, haben Sie Gelegenheit, Herrn Dr. Rehm Ihre Fragen zu stellen. Die Veranstaltung wird gegen 19:00 Uhr enden.

Unter folgendem Link können Sie dem Zoom-Meeting beitreten:
https://tum-conf.zoom.us/j/69869369109
Meeting-ID: 698 6936 9109
Kenncode: 044385

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende Diskussion.

Online-Vortrag Zukunftsfähiges Bauen

Liebe Mitglieder,

die Weltbevölkerung nimmt weiterhin stark zu, der Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs an Ressourcen steigt weiter, die CO2-Emissionen bleiben auf hohem Niveau – ein nachhaltiger Umgang mit dem Ökosystem Erde, um die Zukunft von uns allen zu sichern, ist mehr als dringend. Das Bauwesen spielt dabei eine zentrale Rolle.

Prof. Dr.-Ing. Werner Lang (TU München) erläutert in seinem Online-Vortrag, wie der Ressourceneinsatz für Boden, Material, Energie und Wasser in Zusammenwirken mit Umweltfaktoren den Bau, Betrieb, Erhalt und Rückbau von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus hinweg grundlegend minimieren kann.

Anhand eines Fallbeispiels zeigt er uns, wie vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels mithilfe von „Grüner Infrastruktur“ und Berücksichtigung einer entsprechenden Regenwasserbewirtschaftung der Hitzeinseleffekt in der Stadt wirkungsvoll reduziert werden kann.

Prof. Dr.-Ing. Werner Lang ist Architekt und leitet seit 2010 den Lehrstuhl für „Energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen“ an der Technischen Universität München. Er beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren in Forschung und Lehre mit zentralen Fragestellungen nachhaltigen Bauens sowie der Frage, wie man umweltbewusste, ressourcenschonende Siedlungs- und Stadtstrukturen schaffen kann. Er ist zudem Direktor des Oskar von Miller Forums, einer eigenständigen Bildungsinitiative der Bayerischen Bauwirtschaft in München. Er ist Gesellschafter und Partner des Architekturbüros Lang Hugger Rampp Architekten GmbH in München.

Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein zum
Online-Vortrag am                  Mittwoch, 17.03.2021, 17:30 bis 18:30 Uhr

Die Veranstaltung findet über die Online-Plattform Zoom statt. Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, Herrn Professor Lang direkt Ihre Fragen zu stellen.

Unter folgendem Link können Sie dem Zoom-Meeting beitreten:
https://tum-conf.zoom.us/j/69655396097
Meeting-ID: 696 5539 6097
Kenncode: 121808

Wir bieten Ihnen zudem die Möglichkeit eines Testlaufs, um Ihre Zugangsvoraussetzungen zu überprüfen.

Testlauf am                 Dienstag, 16.03.2021, ab 17:30 Uhr

Unter folgendem Link können Sie der Testveranstaltung beitreten:
https://tum-conf.zoom.us/j/64257438795
Meeting-ID: 642 5743 8795
Kenncode: 286075

Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme.